Noch nie zuvor in meinem Leben hatte ich einen Hochseilgarten betreten. Heute durfte ich dabei sein, wie die Mannschaft des 1. FC Union in der 1500-Einwohner-Metropole Oberhof Pfähle bestieg, auf Balken herumkrabbelte und sich durch die Luft katapultieren ließ.
Bei der teambildenden Maßnahme blühte der Flachs. Die Spaßfraktion um Torsten Mattuschka und Björn Brunnemann haute einen Brüller nach dem anderen heraus. „Opfer“ waren die Unioner, die trotz der Absicherung durch die Mitspieler keine gute Figur abgaben. Den Pokal (der sich überwindenden) Ober-Angsthasen hätten sich zweifellos John Jairo Mosquera und Kenan Sahin verdient.
Die beiden Stürmer sorgten vor allem bei ihrem Aufstieg auf einen über 8 Meter hohen Pfahl mit anschließender Drehung auf der Plattform und abschließendem Sprung in die Seile für Lacher. Minutenlang rangen sie unter dem Gejohle des am Boden sicher stehenden Rests mit sich selbst. Aber sie haben es gepackt und das zählt.
Beim Nachmittags-Triathlon inklusive Radfahren, Laufen und zweimaligem Schießen am Grenzadler ging es noch mal richtig zur Sache. Die Hitze machte einige Akteure so kirre, dass sie wie Macchambes Younga-Mouhani ein Schießen vergaßen oder wie John Jairo Mosquera mehrfach beim Sportarten-Wechsel die Orientierung und somit wertvolle Sekunden verloren.
Sieger Paul Thomik bewies hingehen eine tolle konditionelle Frühform. Und als der Wettbewerb praktisch schon beendet war, kam auch Christian Beeck ins Ziel. „Beim Leben meiner Kinder. Dieses Rennen musste ich zu Ende laufen“, sagte der erschöpfte Teammanager. Ein Vorbild sein zu wollen, ist nicht immer einfach. Zumal die entscheidenden Zeugen, sprich die Spieler, schon fast alle weg waren.
Der Kampf gegen den inneren Schweinehund geht noch bis Sonntag weiter. Schon am Sonnabend steht die Königsetappe der „Tortur de Oberhof“ an. Drillmeister Reha-Trainer Dirk Keller bittet zum zweiten Mal in dieser Woche auf die Schanze am Kanzlersgrund.
Diesmal soll sie fünf Mal erklommen werden. In den letzten Tagen gab es in Presse- und Fankreisen Irritationen über die genaue Anzahl der Stufen. 711 sollen es bis ganz oben sein. Bis zur Liftstation, von der die Spieler herunterfahren, sind es allerdings unter 700. Aber das macht den Kohl auch nicht dünner.
Dirk Keller bekam sein Fett übrigens schon weg. Im Hochseilgarten ließen ihn die Spieler am längsten von allen Beteiligten in der Luft strampeln, obwohl der Boden nur wenige Zentimeter entfernt war. Torsten Mattuschka: „Dirk, wir holen Dich Sonntag wieder ab.“
Grüße vom OBER-HOFBERICHTERSTATTER
Als engagierten Journalisten sollte es Dir doch eine Freude sein, die Anzahl der Stufen, durch ein praktisches Selbststudium herauszufinden. ;-)
Antwort:
Bin heute einmal hoch gelaufen. Musste mich aber auf andere Dinge konzentrieren.
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| 29.08.2010 (01:45 Uhr): Seit Mitternacht stehen die ersten Union-Fans schon nach Karten für das Spiel gegen Hertha BSC an. Die Kassen öffnen um 9 Uhr. |
| 11.08.2010 (16:58 Uhr): Der Ex-Unioner Cristian Fiel, zuletzt bei Alemannia Aachen unter Vertrag, unterschrieb für ein Jahr bei Drittligist Dynamo Dresden. |
| 11.08.2010 (14:40 Uhr): Der 1. FC Union hat vor dem Berliner Landgericht einen weiteren Erfolg gegen Ex-Hauptsponsor International Sport Promotion (ISP) errungen. In der Urteilsverkündung am Mittwoch wurde die ISP-Klage auf Herausgabe eines in Union-Besitz befindlichen Aktionspaketes abgewiesen. Zudem bestätigte das Gericht Unions Schadensersatzansprüche in Höhe von rund 270.000 Euro. Die 1. Instanz ist damit vollumfänglich abgeschlossen. ISP bleibt nur noch die Berufung vor dem Kammergericht. |
| 25.07.2010 (20:19 Uhr): Alles Gute für Tim Göhlert. Der Bruder von Daniel Göhlert (1. FC Union) brach sich beim Spiel in Jena das Schienbein. |
| 21.07.2010 (23:11 Uhr): Da in Jena die Laufbahn modernisiert wird, verlegte der DFB das Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken vom 4. auf den 11. August. +++ Dresden hat für die Partie gegen Jena am 31. Juli schon 10.000 Tickets verkauft. |