Frank Schumann schüttelte den Kopf. „Nein, er kommt nicht“, sagte die aktuelle Nummer drei der Presseabteilung des 1. FC Union in der Mixedzone des Stadions An der Alten Försterei.
Die Rede war von John Jairo Mosquera. Der Stürmer des 1. FC Union hatte beim kuriosen 5:4 (3:2)-Erfolg gegen Mitaufsteiger SC Paderborn zwei Tore erzielt. Doch offiziell mit Journalisten darüber reden durfte der sympathische Kolumbianer im Gegensatz zu den beiden anderen Torschützen Karim Benyamina und Kenan Sahin nicht.
Trainer Uwe Neuhaus hat ein bisschen Angst davor, dass Medienrummel dem nunmehr vierfachen Ligatorschützen schaden könnte. Das ist schade. Schon nach dem goldenen Treffer gegen den FC Hansa Rostock gab es direkt nach dem Spiel kein Statement von Mosquera.
Stellt Euch vor, Mosquera netzt weiter ein und keiner weiß, wie er darüber denkt. sports-kick.de fordert deshalb leicht überspitzt: „Freiheit“ für John Jairo Mosquera. Nach außen hin ist die Gefahr eines Abhebens nicht ersichtlich. Und sein Deutsch ist auch besser geworden.
Schon am Freitag in Koblenz drohen seine nächsten Tore. Vielleicht erscheint er ja dann in der Mixedzone...
@ anonymes Y
Es interessiert aber nicht, was wir "Pressefuzzis" (nimm den Mittelfinger für diese despektierliche Äußerung) denken sagen und tun, sondern es interessiert den Leser, Seher und Hörer, wie die Spieler, Funtionäre und Trainer der Vereine die Lage sehen.
Der Kontrollwahn bei Union nimmt schon bedenkliche Züge an. Kein anderer Bundesligist würde von Journalisten vorab eine Anmeldung für kurze Gespräche (nicht mal richtig große Inteviews!!) verlangen. Diese Maulkorbpolitik führt ja schon dazu, dass die ach so mündigen Profis Angst davor haben, zurückzurufen, wenn man das Gespräch nicht vorher angemeldet hat.
Nur ist das - selbst wenn man es so machen will - nicht immer möglich, weil der geschätze Kollege Pressesprecher sehr viele andere Aufgaben auf seinem Tisch hat, oft und gerne in Meetings rumturnt, den Brauchtum des Wochenendes pflegt und daher bei aller Bereitschaft nicht immer gleich ansprechbar ist.
Antwort:
Trainer Uwe Neuhaus hatte übrigens schon vor dem heutigen Auslaufen (10 Uhr) neben der kompletten Presse auch den Text auf dieser bescheidenen Homepage gelesen. Begeistert war der Erfolgscoach nicht.
Es bleibt dabei, dass so ein Spieler wie Mosquera geschützt werden müsse. Aber der sports-kick-Reporter erhielt eine Zusage für eine Homestory mit JJM. Die Sache hatte einen kleinen Haken. Neuhaus: "Wenn wir 40 Punkte haben."
@anonymer bunki
Warum bloß immer gleich so aggressiv? Auf die eigentliche Fragestellung, was ihr für bahnbrechende Aussagen von einem so jungen Spieler erwartet, hast Du dagegen garnicht reagiert. Ich kann ja verstehen, dass man "not amused" ist, wenn man nicht bekommt, was man haben will, aber ehrlich gesagt wird bei den Sportschau-Interviews am heimischen DVD-Rekorder schon lange nur noch vorgespult. Die Jungs werden fürs spielen und nicht fürs reden bezahlt.
Aggressiv? Wer fing denn an, mit Beschimpfungen um sich zu schmeißen?
Und nein, die Herren Profis werden nicht fürs schnöde Kicken bezahlt. Panem&Circensis. Sie sind Teil des Show-Biz auf der Basis des Sportes. Sie verdienen deshalb viel Kohle (die ich Ihnen absolut zugestehe), weil sie in der Unterhaltungsbrache tätig sind und Menschen mit Emotionen versorgen.
Aussagen? Man könnte zum Beispiel hören, dass er mitnichten der BZ gesagt hat, er will mit Kolumbien zur WM, weil er halt nicht größenwahnsinning ist. Man könnte vielleicht etwas von ihm zu seiner eigenen Vergangenheit hören und wäre so nicht gezwungen, irgendwelche Sekundärquellen abschöpfen zu müssen.
Scheinbar hast du nicht verstanden, dass die Presse nicht für sich selbst schreibt, sondern versucht für die Menschen da draußen, die nie die Gelegenheit haben werden, mit JJ zu sprechen, ihnen diesen Typen näher zu bringen.
Wenn dich das nicht interesiert, gut. Aber warum liest dann hier?
Und anonym? Ich? Hach wie süß!
Meine obige Bezeichnung für Euren Berufsstand habe ich extra in Anführungszeichen gesetzt, mir fiel auf die schnelle nix gescheiteres ein. Das war keinesfalls als Beleidigung gedacht, von daher Entschuldigung. Den Vorwurf der Anonymität weise ich aber von mir, mit dem gleichen Pseudonym unterzeichne ich auch meine Postings im Unionforum und auch hier schon des öfteren. bunki ist schließlich - hier wie dort - auch nur ein Pseudonym.
Den Ansatz für Deine Berichterstattung kann ich durchaus nachvollziehen, aber ist das wirklich so schädlich wenn "die Menschen da draußen" nicht jeden Pups über einen Spieler erfahren bzw. interessiert sie überhaupt? Oder bekommst Du täglich 10 E-Mails weil Du wieder nix über Spieler XYZ geschrieben hast?
Ich lass es jetzt von meiner Seite dabei bewenden, ist ja schließlich kein Forum hier.
@ bunki
Entschuldige bitte, aber "Scheinbar hast du nicht verstanden, dass die Presse nicht für sich selbst schreibt, sondern versucht für die Menschen da draußen, die nie die Gelegenheit haben werden, mit JJ zu sprechen, ihnen diesen Typen näher zu bringen." - das halte ich für eine maßlose Überhöhung, die in ihrer Pauschalisierung einer von Dir offensichtlich so empfundenen Generalabrechnung durch Begriffe wie "Pressefuzzis" in nichts nachsteht. Wir sollen also glauben, daß Journalisten immer und ausschließlich daran interessiert sind, dem Leser Informationen zu bringen, die dieser ansonsten nicht bekommen würde? Fakten, Fakten, Fakten und immer an den Leser denken?
"Die Story will ich haben", "Ich mach hier auch nur meinen Job", "Heute bau ich eine Story auf, die mich dann morgen füttert" und dergleichen gibt es nicht? Ein ganzer Berufsstand nur aus edelstem Gemüt?
Ist übrigens nicht persönlich gemeint.
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| 04.09.2010 (18:12 Uhr): Orlando Smeekes spielt und trifft wieder für den FC Carl Zeiss. Im Landespokalmatch bei Sechstligist Leinefelde erzielte der Niederländer das Tor zum 3:0-Endstand. |
| 29.08.2010 (01:45 Uhr): Seit Mitternacht stehen die ersten Union-Fans schon nach Karten für das Spiel gegen Hertha BSC an. Die Kassen öffnen um 9 Uhr. |
| 11.08.2010 (16:58 Uhr): Der Ex-Unioner Cristian Fiel, zuletzt bei Alemannia Aachen unter Vertrag, unterschrieb für ein Jahr bei Drittligist Dynamo Dresden. |
| 11.08.2010 (14:40 Uhr): Der 1. FC Union hat vor dem Berliner Landgericht einen weiteren Erfolg gegen Ex-Hauptsponsor International Sport Promotion (ISP) errungen. In der Urteilsverkündung am Mittwoch wurde die ISP-Klage auf Herausgabe eines in Union-Besitz befindlichen Aktionspaketes abgewiesen. Zudem bestätigte das Gericht Unions Schadensersatzansprüche in Höhe von rund 270.000 Euro. Die 1. Instanz ist damit vollumfänglich abgeschlossen. ISP bleibt nur noch die Berufung vor dem Kammergericht. |
| 25.07.2010 (20:19 Uhr): Alles Gute für Tim Göhlert. Der Bruder von Daniel Göhlert (1. FC Union) brach sich beim Spiel in Jena das Schienbein. |